Am Ostermontag machten beinahe 70 Menschen aus Machtolsheim und Merklingen den Anfang:

"Aufstehen. Aufeinander zugehen", das war das Motto der Kirche unterwegs, wo bei strahlendem Sonnenschein ein Weg über drei Stationen vom Machtolsheimer Kirchgarten in den Merklinger Kirchgarten beschritten wurde.

Dort wartete der nun schon fast traditionelle Ostermontags-Auferstehungssekt.

Mit diesem Gottesdienst wurde das neue Gottesdienstmodell für beide Geimeinden initiert.

Im Zuge des Pfarrplan 2024 teilen sich Machtolsheim und Merklingen künftig eine Pfarrstelle.

Die Kirchengemeinderäte beider Gemeinden haben sich für das Jahr 2018 probeweise auf ein Gottesdienstmodell mit viel Innovations- und Experimentierfreude verständigt.

In Grundzügen sieht das Modell wie folgt aus:

Am Sonntag gibt es im Wechsel in den beiden Kirchen einen Gottesdienst um 10.00 Uhr im bekannten Format.

Abends (meistens 18.00 Uhr) gibt es in der jeweils anderen Gemeinde einen Gottesdienst in wechselnden, neuen Formaten.

Die unterschiedlichen Formate unterliegen folgenden Zielsetzungen:

a)       zielgruppenorientiert

b)      die Form folgt dem Anlass (Zielgruppe)

c)       frische Impulse beleben das Zusammensein

So wird es beispielsweise einen Abendgottesdienst für Frauen gemeinsam mit dem Frauentreff in Machtolsheim, dem WomanTAM geben oder eine „Männer.Sache“ mit Fleischgenuss oder ein Kerzendinner für Jugendliche im Chorraum der Kirche oder einen sportlichen Gottesdienst mit morgendlichem Joggen und Impulsen unterwegs oder …

Zusammenfassend könnte man sagen: Der 10.00 Uhr-Gottesdienst wird das Standbein beider Gemeinden, der Abendgottesdienst das Spielbein. Hier wird ausprobiert, nach frischen Impulsen gesucht und Aufbruch gelebt.

Weil der 10.00 Uhr-Gottesdienst nur wechselnd in den beiden Kirchengemeinden stattfindet, werden wir Fahrdienste anbieten für die, die gern den Gottesdienst in der anderen Gemeinde besuchen möchten.

 

Das vollständige Konzept für das Jahr 2018 können Sie hier einsehen:

Gottedienstkonzept 2018 Machtolsheim-Merklingen

Mit ca. 40 Gemeindegliedern haben wir uns gedanklich zwei großen Herausforderungen für das Jahr 2018 genähert.

1.    Die Umsetzung des Pfarrplans 2024

Die Pfarrplankommission hat einen Vorschlag erarbeitet, der für unsere Gemeinde folgendes vorsieht. Zum Sommer 2018 wird die Pfarrstelle Merklingen auf 50% gekürzt. Die zweiten 50% kommen von der Kirchengemeinde Machtolsheim und es erfolgt eine Zusammenlegung der Pfarrstelle, nicht aber der Kirchengemeinden.

 

Dieser Vorschlag wird ziemlich sicher in der Bezirkssynode im Herbst und dann in der Sommertagung der Landessynode angenommen, sodass wir uns als Gemeinde darauf einstellen können, dass es so kommt.

 

Was bedeutet das konkret?

Pfarrer Küttner versorgt ab Sommer 2018 zwei Kirchengemeinden (Gottesdienste, Kasualien, Konfirmandenunterricht, Schulunterricht, Kirchengemeinderatssitzung, Begleitung Ehrenamtlicher, Seelsorge, Besuche, Geschäftsführung, Leitung der angestellten MitarbeiterInnen etc.)

Unter diesem Aspekt erscheint die Zusammenlegung entweder in Überforderung oder in starker Reduktion zu münden. Beides ist unbefriedigend.

 

Wir arbeiten an kreativen Lösungen, die dem Trend „Die Kirche schafft sich selbst ab“ entgegenwirken und verhindern, dass Ehrenamtliche in der kirchlichen Arbeit mit immer mehr Aufgaben (die der Pfarrer nicht (mehr) tut) überhäuft werden.

 

Die Fragen, die wir in den nächsten Monaten zu klären haben, sind diese:

1.    Welche Synergien gibt es bei einem Zusammenschluss mit Machtolsheim?

2.    Was ist für uns als Merklinger Kirchengemeinde wirklich wichtig?

3.    Sollte man Ehrenamtliche für das, was sie im Namen der Kirchengemeinde tun, vielleicht auch einmal entlohnen (nicht nur mit Dank belohnen)?

4.    Woher kommt uns personelle Unterstützung, um zukünftige Aufgaben ordentlich, nachhaltig und ansprechend zu erfüllen?

Das bringt uns als Kirchengemeinderat dazu, dass es in der nächsten Zeit einige Weichenstellungen geben wird, die unsere Arbeit der Kirchengemeinde auf dem Weg in die Zukunft steuern werden.

Steigen Sie ein in diesen kreativen Prozess! Lassen Sie uns wissen, was Sie sich denken und wünschen.